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Spatenstich für neuen Bauhof des Landkreises Regensburg

08.10.2019 Regensburg (RL). Startsignal für die jetzt beginnende Errichtung der Gebäude für den neuen Bauhof des Landkreises Regensburg. Vor kurzem wurde im Beisein von Landrätin Tanja Schweiger, Stellvertretendem Landrat Willi Hogger sowie Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank (Gemeinde Mintraching) und Bürgermeister Johann Thiel (Gemeinde Barbing) der erste Spatenstich für den neuen Bauhof des Landkreises gesetzt. Mit dabei waren neben den Vertretern der Kreistagsfraktionen sowie der beauftragten Architekturbüros auch zahlreiche Mitarbeiter des Bauhofes. Knapp 20 Mio. Euro investiert der Landkreis Regensburg in den neuen Standort im interkommunalen Gewerbegebiet Barbing / Mintraching.

Von links: Bauhofleiter Peter Schön, Hans-Peter Heindl, Sachgebietsleiter Tiefbau am Landratsamt Regensburg, Richard Maul, Sachgebietsleiter Hochbau am Landratsamt Regensburg, Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer, Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank, Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher, Bürgermeister Johann Thiel, Kreisrat Johann Jeserer, Architekt Joachim Gutthann, Kreisrat Josef Weitzer, Architekt Christian Illner, Karl-Heinz Hernitschek, Geschäftsleiter Gemeinde Mintraching, Kreisrat Richard Wild, Kreisrat Harald Stadler (Foto: Hans Fichtl, Landratsamt Regensburg).
Spartenstich Kreisbauhof (Foto: Hans Fichtl, Landratsamt Regensburg).

In ihrem Grußwort hob Landrätin Tanja Schweiger die Bedeutung des Projekts für den Landkreis hervor. Schon weit vor ihrem Amtsantritt habe es Überlegungen gegeben, wie ein neuer Standort für den Kreisbauhof realisiert werden könnte. Nach einer landkreisweiten Suche, bei der alle Landkreisgemeinden eingebunden waren, habe man sich aufgrund der verkehrsmäßig günstigen Lage dann für diesen Standort im interkommunalen Gewerbegebiet entschieden. In guter Zusammenarbeit mit den Gemeinden Barbing und Mintraching konnten dann die Planungen konkretisiert und vorangetrieben werden. Nach Fertigstellung werde der Kreisbauhof dann wieder zeitgemäß und allen funktionalen und sonstigen Anforderungen entsprechend untergebracht sein. Dass auf dem 18.500 Quadratmeter großen Grundstück auch die Errichtung eines Übungsgebäudes für die Feuerwehren möglich wurde, sei besonders erfreulich und bringe auch die Wertschätzung für den tagtäglichen Dienst der Feuerwehren zum Ausdruck.

Mit den beiden Betriebshallen wird begonnen

Die Hochbauarbeiten beginnen mit der Errichtung der beiden Betriebshallen. Diese Arbeiten werden sich bis in die zweite Jahreshälfte 2020 erstrecken. Parallel dazu werden im Frühjahr 2020 das Verwaltungsgebäude, die Fundamente für die Streusalzsilos und die weiteren Gebäude in Angriff genommen. Fertiggestellt sein soll der neue Bauhof im Sommer 2021.

Bau – und Planungskonzept:

Der neue Bauhof wird aus drei Hauptbaukörpern bestehen, die unter optimaler Ausnutzung des Grundstückszuschnitts so angeordnet sind, dass die Lärmbelastung durch die angrenzenden Straßen möglichst gering ausfällt. Entlang der Bundesstraße 8 wird die Halle A als Unterstellhalle für die Großfahrzeuge und Anbaugeräte des Bauhofs errichtet. Zwei Hallenachsen werden abgetrennt und von den Landkreisfeuerwehren zur Lagerung von Großgerät genutzt. Parallel zur BAB 3 entsteht die Halle B. Darin werden die Schreinerei, die Kfz-Werkstatt, die Waschhalle, die Fahrzeuge und Geräte des Gartenbautrupps und des Kompostzugs untergebracht. Ein weiterer Hallenteil dient der Unterbringung von Wechselaufbauten und sonstigem Gerät und Material. Als östlicher Abschluss des Betriebshofes wird das zweigeschossige Verwaltungsgebäude angeordnet. Darin sind im Untergeschoss das Büro des Platzmeisters, Lagerflächen für Verkehrszeichen und Verbrauchsmaterial, die Haustechnik und Garagen für Transporter vorgesehen. Im Obergeschoss werden die Umkleide- und Waschräume für die Mitarbeiter, ein Sozial- und Schulungsraum, ein Bereitschaftsraum und die Büros der Bauhofleitung und der Feuerwehr untergebracht. An der Zufahrt zum Betriebshof ist die Errichtung von bis zu drei – etwa 23 Meter hohen – Streusalzsilos und einer Solemischanlage vorgesehen. In diesem Bereich werden auch ein offenes Remisengebäude für Anhänger und Schüttgüter, die Mitarbeiter – Stellplätze und das Feuerwehr-Übungsgebäude errichtet.

Weitere Informationen zum Projekt:

Grundstücks-/Gebäudekennwerte

Grundstücksgröße (alle  bebauten und unbebauten Flächen): 18.568,37 m²

Bebaute Grundflächen: 12.335,16 m²

davon Grundfläche der Gebäude: 3.844,48 m²

sonstige befestigte Grundflächen: 8.490,68 m²

Unbefestigte Flächen: 6.233,21 m²

Bruttorauminhalt / umbauter Raum, gesamt: 33.960,75 m³

Nutzer:

Neben dem Bauhof sind in den neuen Gebäuden untergebracht:

- Kreisfeuerwehren mit einem Büroraum, einem Lagerraum und zwei Hallenachsen

- Kompostzug der Landkreis-Abfallwirtschaft mit einem Lkw-Stellplatz und einem Materiallager

- Gartenpflegetrupp des Landkreis –Sg. Gartenbau und Landespflege mit einem Lkw-Stellplatz, einem Materiallager und einem Raum für Kleinfahrzeuge

Feuerwehr- Übungsgebäude:

Beinhaltet folgende Räume/Nutzungen:

-  8 Übungsflächen

-  3 Simulationsräume für Rauch, Hitze, Brand

-  2 Übungsbalkone

Verwendete Baustoffe:

Der Baustoff Holz wird beim Bauhofneubau vor allem beim Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes, bei den Dachkonstruktionen der Hallen, den Hallenwänden und im Fassadenbereich eingesetzt. Auch die Streusalzsilos bestehen aus Holz. Die tragenden Stützen der Hallen,  die Umfassungswände der Waschhalle und der Kfz-Werkstatt, durch Fahrzeugverkehr beanspruchte Bauteile sowie das Sockelgeschoss des Verwaltungsgebäudes und das Feuerwehr-Übungsgebäude werden in Stahlbeton ausgeführt. 

Wasserhaushalt/Ökologie:

Das gesamte anfallende Oberflächenwasser, sowohl von den Dächern als auch von den befestigten Flächen, wird über extra vorbereitete Sickerflächen und Rigolen in den Untergrund eingeleitet. Durch Ölabscheideanlagen und Schlammfänge wird gewährleistet, dass verschmutztes Oberflächenwasser oder Waschwasser nicht in den Untergrund gelangt. Die Pflanzflächen werden als Blühflächen angelegt.

Energie:

Die Gebäude des neuen Kreisbauhofes werden auf der Grundlage der aktuellen Energieeinsparverordnung geplant, wobei das Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes nach Kfw 70 Standard ausgeführt wird. Die Erzeugung der notwendigen Wärmemenge erfolgt zu 70 % mit einer Grundwasserwärmepumpe. Die restlichen 30 % werden mit einem Pelletkessel abgedeckt. Die Dachflächen der Hallen und des Verwaltungsgebäudes werden mit PV-Anlagen ausgestattet. Es ist eine PV-Stromleistung von ca. 250 kWp zu erwarten. Die Gebäude können nahezu CO² neutral mit Heizenergie versorgt werden.

E-mobilität:

Es sind zwei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge vorgesehen bzw. werden durch die Verlegung von Lehrrohren und Kabeltrassen vorbereitet.

Weitere allgemeine Kennzahlen zum Kreisbauhof:

Anzahl der Bauhof-MA: 34, Kreisstraßennetz umfasst 335 km.

Jährlicher Kostenaufwand für Unterhalt und Instandhaltung der Kreisstraßen: ca. 4 Mio. Euro

Winterdienst: ca. 40.000 Räum- und Streukilometer, 3.000 to Salzverbrauch (Winter 2018/19), 97 Winterdiensteinsätze (Winter 2018/19).

Kategorien: Rathaus