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Geschichtliches

Die Gemeinde Bernhardswald liegt im Nordosten des Landkreises Regensburg in landschaftlich reizvoller Umgebung am Tor zum Bayerischen Wald. Von der Donauebene ausgehend steigt im Gebiet der Gemeinde die Landschaft nach Osten hin an und wird zunehmend von immer höher werdenden Hügeln und Kuppen bestimmt – dem sogenannten Bayerischen Vorwald.

Politisch ist die heutige Gemeinde aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Adlmannstein, Bernhardswald, Hackenberg, Hauzendorf, Kürn und Pettenreuth am 1.1.1972 hervorgegangen. Hierzu gesellten sich am 1.1.1974 noch weite Teile der früheren Gemeinde Wulkersdorf.

Wer noch mehr über die Gemeindegeschichte in Wort und Bild erfahren möchte, kann in der untenstehenden Ortsgeschichte oder in folgenden Werken nachlesen:

“Gemeinde Bernhardswald–Bilder erzählen aus vergangenen Tagen” 15,00 €
      Autoren: Walter Eberwein, Ferdinand Iberl, Karl Pröpstl
      Verlag: Geiger Verlag, Horb am Neckar


“Bernhardswald im Wandel der Zeiten” 25,50 €
     Autoren: Walter Eberwein
     Verlag: H. Gietl Verlag & Publikationsservice GmbH, Regenstauf

Aus der Ortsgeschichte von Bernhardswald...

Im Jahre 1025 erste urkundliche Erwähnung

Historisch gesehen liegt das Gemeindegebiet im sogenannten ehemals „wilden Stauffer Forst“, welcher durch Schenkung König Konrads I. im Jahre 914 an das Kloster St. Emmeram gelangte.

Im Jahre 1025 erste urkundliche Erwähnung von Hohenroith, Steinrinnen, Ober- und Unterharm.

1031 erfolgte mit Nennung der heutigen „Appertszwinger Mühle“ (Abbatisuinidun = bei den Wenden des Abtes von St. Emmeram) eine weitere urkundliche Erwähnung eines Gemeindeteils.

Im Jahre 1107 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Plitting (Bluttingestorf).

1137 tritt ein Perhtolt de Ualtfridedorf (Wolfersdorf) erstmals als Zeuge in einer Urkunde des Klosters St. Emmeram auf.

1140/50 wird ein Rodigerus de Huzindorf (Hauzendorf) als Zeuge in einer Urkunde erwähnt. 1143/46 erste urkundliche Erwähnung von Kürn in einer Urkunde des Klosters Rohr.

1160/77 treten die Dienstleute des Regensburger Bischofs auf Lichtenberg erstmals auf.

Mitte des 12. Jahrhunderts wird das Geschlecht der Hachenberger (Hackenberger) bekannt.

Gerstenhof, Hacklsberg, Lamlhof (oder Lammlhöfl bei Kürn), Seibersdorf, Höglstein und Oberbraunstuben erscheinen erstmals als Besitz des Klosters von Walderbach.

Im Jahre 1255 erfolgte die erste Landesteilung des Herzogtums Bayern in ein Oberes Bayern (mit dem Amt Regenstauf, d. h. Pettenreuth, Hauzendorf, Kürn) und ein Niederes Bayern (mit Altenthann, Wenzenbach, Nittenau und Plittling).

1268 erste urkundliche Erwähnung von Wulkersdorf mit einem Wernher de Wokreimstorf.

Im Jahre 1282 verpachtet das Kollegiatsstift der Alten Kapelle die Güter in Wolfersdorf an Kalhoch den Kürner.

Um 1285 wird Pettenreuth erstmals urkundlich erwähnt in einem Witttelsbachischen Güterverzeichnis zusammen mit Grub, Stadlhof, Apprant, Samberg u. a.

1308 erfolgt dann die erste Nennung eines Pettenreuther Pfarrers, da der Sohn des Pfarrers mit Bediensteten des Kürner Herren bei einem Straßenraub dabei war.

1325 taucht erstmals der Name Wolferszwing (Wolfartzwinden) auf.

1326 wird erstmals die Pfarrei Lambertsneukirchen (Nevnkirchen) erwähnt.

Im Jahre 1329 erfolgt eine weitere Landesteilung in die von Ober- und Niederbayern – in eine bayerische und eine pfälzische Linie. Zur „Oberen Pfalz“ gehören Nittenau, Wulkersdorf und Plitting, Pettenreuth. Hauzendorf und Kürn bleiben bei Oberbayern; Altenthann und Wenzenbach bei Niederbayern.

1334 erfolgt die erste urkundliche Erwähnung von Adlmannstein. Ein Eberhard der Klaffenberger (Glapfenberg bei Grafenwinn) zu Bernhardswald tritt in einer Urkunde auf – damit ist im Jahre 1362 Bernhardswald erstmals erwähnt.

Im Jahr 1394 Beginn der Ära Paulsdorfer in Kürn

Im Jahre 1394 verkaufen die Kürner Herrschaft und Burg Kürn an die Paulsdorfer und ziehen sich auf ihre Burg Kürnberg bei Stamsried zurück, wo sie bald ausstarben.

Wilhelm Paulsdorfer von Kürn zeichnet sich im Jahre 1433 besonders aus in der Schlacht bei Hiltersried bei Rötz gegen die Hussiten.

Hans Paulsdorfer der Jüngere von Kürn, der bedeutendste der Kürner Paulsdorfer, wird 1491 Stellvertreter des bayerischen Herzogs (Vizedom) in Straubing und hat dieses Amt bis zu seinem Tode im Jahre 1511 inne.

Am 12. September 1504 findet bei Bernhardswald auf den Hafenreuther Feldern die Entscheidungsschlacht im Bayerischen Erbfolgekrieg zwischen Kaiser Maximilian I. und dem bayerischen Herzog Albrecht IV. einerseits und dem pfälzischen Kur­fürsten mit seinen böhmischen Bundesgenossen andererseits statt.

Im Jahre 1505 durch den „Kölner Spruch“ wird das Fürstentum Pfalz-Neuburg (an der Donau) gegründet, zu dem der sogenannte ganze Nordgau mit Burglengenfeld als Hauptstadt geschlagen wird. Das Amt Regenstauf kommt von Oberbayern zu Pfalz-Neuburg.

1542 Einführung der Reformation in Pfalz-Neuburg. Die Untertanen müssen die Religion des Landesherrn annehmen.

1545 erster protestantischer Pfarrer in Pettenreuth, zugleich erster bekannter Lehrer.

1556 erfolgt die Einführung der Reformation in der Oberpfalz. Die Untertanen werden protestantisch, dann kalvinistisch, wieder protestantisch und erneut kalvinistisch.

Im Jahre 1604 wird Pfalz-Neuburg rekatholisiert durch den Übertritt des Fürsten zum Katholizismus. Pettenreuth und Lambertsneukirchen erhalten wieder katholische Pfarrer.

1623 kehrt die Oberpfalz zu Altbayern zurück. Kurfürst Maximilian I. führt die katholische Religion wieder ein.

1623 sterben die Paulsdorfer zu Kürn aus. – Die Stingelheimer kaufen die Herrschaft im Jahre 1649.

Im Jahre 1623 erfolgt die Aufteilung von Bernhardswald an die beiden Pfarreien Pettenreuth und Wenzenbach.

1632 inmitten des 30-jährigen Krieges werden Bernhardswald, Kürn, Hauzendorf, Hauzenstein, Hackenberg und Wolfersdorf geplündert. Dies wiederholt sich 1634 in den Orten Wulkersdorf, Altenthann und Adlmannstein.

Ab dem Jahr 1689 entstehen nach und nach landschaftsprägende Gebäude

1689 fällt die Hofmark Bernhardswald durch Kauf an Franz Josef von Stingelheim.

1698 brennt das Kürner Schloss.

Im Jahre 1701 erfolgt der Bau der Kürner Kirche durch Vergrößerung einer ehemaligen Feldkapelle durch die Stingelheimer. Die Einweihung der Kirche wird durch Bischof Graf von Wartenberg zu Regensburg vorgenommen.

1702 im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges erfolgen in Kürn Einquartierungen und wird die Bevölkerung in der ganzen Umgebung misshandelt und ausgeplündert.

1717 Großbrand in Kürn.

1732 Umbau der Kirche in Lambertsneukirchen und dann 1738 Neubau der Pettenreuther Pfarrkirche.

1742 erfolgt der Durchmarsch einer 50.000 Mann starken französischen Armee mit Einquartierungen in Kürn, Bernhardswald, Hauzendorf und Hauzenstein, sowie die Misshandlung der Bevölkerung und damit verbunden Plünderungen dieser Orte.

1768 stiftet Johann Georg von Stingelheim für Kürn ein eigenes Benefizium mit einem geistlichen Herrn für die Bevölkerung.

1774 Einweihung der Schlosskapelle in Bernhardswald.

1783 wird Lambertsneukirchen wieder eigene Pfarrei, nachdem es seit mindestens 1675 von Pettenreuth aus mitbetreut wurde.

1801 wird die erste Schule in Bernhardswald errichtet.

1809 quartiert sich eine österreichische Armee (60.000 Mann) in Kürn und der Umgebung ein.

1825 wird das Kürner Schloss durch Brand vernichtet.

1826 verkauft die letzte Stingelheimerin Schloss und Gut Kürn an Ritter von Stransky und dieser wiederum im Jahre 1830 an die Herrschaft von Walderdorff zu Hauzenstein.

Im Jahre 1846 wird das Schulhaus in Lambertsneukirchen errichtet (der Abbruch desselben erfolgte im Jahre 1963).

1850 vergrößert Hugo Graf von Walderdorff die Kirche von Kürn durch den Anbau eines Presbyteriums (eines Altarraumes).

1851/52 wird der zweite Schulhausbau in Bernhardswald vorgenommen.

1865 erfolgt der Schulhausbau in Kürn am Ortsrand gleich neben der Kirche.

1887/88 Bau eines dritten Schulhauses in Bernhardswald, dessen Aufstockung in den Jahren 1955/56 durchgeführt wird.

Im Jahre 1895 wird die Kapelle zu Wulkersdorf erweitert und eingeweiht.

1906 wird in Kürn ein neues Schulhaus mit zwei Klassenzimmern neben dem Schulgebäude von 1865 errichtet, welches fortan an als Lehrerwohnung dient.

1913 rollt die erste Dampflok nach Falkenstein

1913 erfolgt der Bau der Eisenbahnlinie nach Falkenstein.

1922 sieht die „kirchliche Wiedervereinigung“ des Ortes Bernhardswald und die Errichtung einer Expositur. Umgepfarrt werden im selben Jahre die Orte Wulkersdorf, Plitting, Darmannsdorf, Unter- und Oberbraunstuben und der Manghof von Nittenau nach Lambertsneukirchen.

1927 wird Bernhardswald elektrifiziert.

1929 errichtet man das Kriegerdenkmal in Pettenreuth.

1930 wird in Bernhardswald die Wasserleitung erstellt und

1938 wird Ortschaft Kürn elektrifiziert.

1950 erfährt die Kürner Kirche eine Erweiterung.

In den Jahren 1950/51 wird die Pfarrkirche in Bernhardswald neu gebaut.

1959 wird die Straße von Wenzenbach nach Bernhardswald (die spätere Bundesstraße 16 alt) mit einer Teerdecke versehen.

Im Jahr 1972 erfolgte auf freiwilliger Basis die Gebietsreform

1972 erfolgt auf freiwilliger Basis der Zusammenschluss der Gemeinden Adlmannstein, Bernhardswald, Hackenberg, Hauzendorf, Kürn und Pettenreuth, dem sich noch 1974 weite Teile der ehemaligen Gemeinde Wulkersdorf hinzugesellen.

1979 wird das Gemeindezentrum in Bernhardswald eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

1982/83 wird ein eingruppiger Kindergarten in Kürn eingerichtet.

1987 sieht die Errichtung einer neuen mehrklassigen Schule in Bernhardswald.

Seit 1988 wird das Gemeindegebiet nach und nach mit einer Kanalisation erschlossen.

1990 wird der zweigruppige Kindergarten in Bernhardswald in Betrieb genommen und 1994 auf ein dreigruppigen Kindergarten erweitert.

1997 feiert die Gemeinde Bernhardswald ihr 25-jähriges Bestehen. Die Gemeinde Bernhardswald kann insgesamt auf eine erfolgreiche Gemeindeentwicklung zurückblicken. Viele notwendige infrastrukturelle Vorhaben – wie Kanalbau, Straßenerneuerungen, Bau und Sanierung von Schul- und Sportanlagen und Kindergärten, Friedhofserweiterungen und – neubauten in Lambertsneukirchen und Pettenreuth, Bau von Feuerwehrhäusern usw. konnten verwirklicht werden. Die Gemeinde Bernhardswald hat als „Großgemeinde“ zeit ihres Bestehens zahlreiche Baugebiete ­erschlossen und sich zu einer aufgeschlossenen, modernen und bürgerfreundlichen kommunalen Gebietskörperschaft entwickelt.

1999 erhält auch der Ort Lambertsneukirchen einen eingruppigen Kindergarten, der in der Schule Lambertsneukirchen untergebracht ist.

2002 30jähriges Bestehen der Gemeinde Bernhardswald.

2004 Kulturjahr 500 Jahre Schlacht bei Schönberg 1504 - 2004.
Zusammen mit der Gemeinde Wenzenbach führte die Gemeinde Bernhardswald diverse Feierlichkeiten zum Gedenken an die Schlacht bei Schönberg im Jahre 1504 durch.

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