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Neue Bayerische Gigabitrichtlinie startet

26.02.2020 Breitband- und Mobilfunkveranstaltung für Kommunen und Breitbandbeauftragte im Landratsamt

Bildunterschrift: Die Teilnehmer der Breitband- und Mobilfunkveranstaltung für Kommunen und Breitbandbeauftragte im Landratsamt mit (Podium vorne von links) Rene Meyer (Geschäftsführer Laber-Naab-Infrastrukturgesellschaft), Josef Ledermann (Ingenieurbüro Ledermann), Alfons Steimer (Amt für Digitalisierung), Harald Hillebrand (Breitbandbeauftragter des Landkreises), Roland Weiß (Wirtschaftsförderung des Landkreises) und Dr. Andreas Kleinknecht (Leiter Task Force Mobilfunk im Bayerischen Wirtschaftsministerium). Foto: Astrid Gamez
Foto: Astrid Gamez (1)

Regensburg (RL). Circa 40 Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Breitbandbeauftragte waren auf Einladung von Landrätin Tanja Schweiger am Montag zur Informationsveranstaltung Breitband und Mobilfunk ins Landratsamt Regensburg gekommen. In ihrer Begrüßung machte die Landrätin nochmals deutlich, dass der Breitbandausbau im Landkreis bisher vorbildlich gelaufen ist und als Erfolgsgeschichte bewertet werden kann. Mit rund zwei Millionen Euro Unterstützung durch den Landkreis Regensburg, sowie den überregionalen Förderungen durch Bund und Freistaat Bayern, konnten die Gemeinden ihren Breitbandausbau deutlich voranbringen. Mit einer Versorgung von 30 Mbit/s gilt der Landkreis mit circa 99,5 Prozent als erschlossen. Beim Glasfaserausbau ist die Quote doppelt so hoch wie im bayerischen Durchschnitt.

Als nächsten wichtigen Baustein gilt es nun, den Landkreis „gigabitfähig“ zu machen. Dies funktioniert nur, so die Landrätin, wenn ein flächendeckender Glasfaserausbau stattfindet. Hierzu verwies Landrätin Tanja Schweiger auf die neue Bayerische Breitbandrichtlinie, die hier Förderungen für die Gemeinden in Aussicht stellt. Beim Thema Mobilfunkausbau, so die Landrätin, gilt es nachzujustieren. Es bestehen immer noch große Unterschiede zwischen tatsächlicher Verfügbarkeit und der laut „offizieller“ Karte bereitgestellten Abdeckung. Durch die Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Mobilfunkzentrum kann jetzt eventuell erreicht werden, dass durch eigene Messungen bisher versorgt geltende Gebiete wieder in die Förderkulisse mit aufgenommen werden.

Alfons Steimer vom Amt für Digitalisierung stellte im Anschluss die neue Breitbandrichtlinie vor und wies darauf hin, dass die Kommunen mit dieser Veranstaltung bereits sehr früh auf die Anfang März in Kraft tretende Richtlinie hingewiesen werden. Josef Ledermann vom Ingenieurbüro Ledermann präzisierte, wie die Umsetzung in der Praxis sowohl für private als auch gewerbliche Glasfaseranschlüsse gelingen kann. René Meyer, Geschäftsführer der Laber-Naab-Infrastrukturgesellschaft GmbH führte ergänzend dazu aus, wie die Digitale Infrastruktur mit einem Betreibermodell in kommunaler Hand verbleiben kann. Hier mache es Sinn, dass sich alle Beteiligten im laufenden Jahr auch darauf einstellen, dass man im Landkreis ein wie auch immer festzulegendes Konstrukt eines Kompetenzzentrums für digitale Infrastruktur erarbeiten sollte.

Dr. Andreas Kleinknecht, Leiter Task Force Mobilfunk im Bayerischen Wirtschaftsministerium begrüßte die Rolle des Landkreises Regensburg als Akteur und stellte nochmals die Wichtigkeit der flächendeckenden Netzabdeckung beim Mobilfunk als Wirtschaftsfaktor heraus. Eine Abdeckung mit mindestens 4G im Privatsektor und 5G im gewerblichen Bereich sei unumstößlich. Er sicherte hier seitens des Ministeriums seine Unterstützung zu. Großes Interesse fand schließlich auch noch die Vorstellung der Mobilfunkmessung, die von Josef Ledermann in der Marktgemeinde Regenstauf, die sich als Pilotgemeinde zur Verfügung stellte, durchgeführt wurde. Hier wurden so genannte „weiße Flecken“ nachgewiesen, die nun in Abstimmung mit dem Mobilfunkzentrum den Netzbetreibern vorgelegt werden. Letztendlich wird dann aber von den Mobilfunkbetreibern entschieden, ob ein geförderter Mobilfunkausbau an den einzelnen Standorten möglich ist.

 

Der Breitbandbeauftragte Harald Hillebrand bedankte sich bei allen Teilnehmern und wies darauf hin, dass der Landkreis Regensburg einer der Landkreise in Bayern ist, der seine Gemeinden finanziell, personell und ideell unterstützt, um beispielsweise zu gemeinsamen Breitband- und Mobilfunkveranstaltungen einzuladen und dabei einen Wissenstransfer zu schaffen und interkommunale Anknüpfungspunkte und Netzwerke zu bilden.

Kategorien: Landkreis Regensburg

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